Urkunde 999 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 999 (Oktober 768 oder 769 — Reg. 438) Schenkung von Accarad und Vulfula unter König Karl und Abt Richbod In Christi Namen machen wir, Accarad und Vulfula, meine Gattin, eine Stiftung. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau.) am Flusse Wisgoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Laurissam (Lorsch) ruht; in gleicher Weise auch für Jene heiligmäßige Mönchsgemeinschaft, welche ebendort dient. Ich schenke mein Besitztum in pago wormaciense (im Wormsgau), und zwar in Offenheimer marcha (in der Gemarkung Offenheim sw. Alzey nw. Worms/R.), nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wälder, Weinberge, Höfe und Gärten. Ich schenke, übergebe und übertrage dies alles, ganz und unverändert, vom gegenwärtigen Tag an als immerwährendes Eigentum. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen im Kloster Lauressam (Lorsch). Tag und Zeit der Ausfertigung war im Monat Oktober im l. RegierungsJahr (9. Oktober 768 bis 8. Oktober 769) des Königs Karl, Handzeichen des Accarad, welcher die Ausstellung dieser Schenkungsurkunde veranlaßt hat. Ich, Samuel, habe auf Anordnung diese Willenserklärung niedergeschrieben.


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