Urkunde 992 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 992 (25. Januar 804 — B.eg. 2792) Sdienkung des Lütram in Offenheim unter König Karl und Abt Richbodo Ich, der Priester Lütram, will im Namen Gottes für das Heil meiner Seele Vorsorge treffen. Daher will ich eine Spende dem heiligen Märtyrer Nazarius zuwenden, dessen Leib im Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Schenkung für ewige Zeiten hingegeben sei, und ich erkläre ausdrücklich, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Zur Übergabe gelangen meine folgenden in pago wormatiensi (im Wormsgau), in der Gemarkung Offenheim (sw. Alzey nw. Worms/R.) befindlichen Güter: 20 Tagwerk Ackerland, Wiesen im Ertrage von drei Fuder Heu und (sieben) Leibeigene mit folgenden Namen: Hartwin und seine Ehefrau Roinc und der Adalouc, dann ersteren (?) Kinder Otwin, Meginlac und Tiewin, Buozrat. Ich schenke, übergebe und übertrage alles und in allen seinen Teilen, unvermindert und unverändert unter dem heutigen Tag und für alle Zukunft aus meinem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Möge er es auf ewig besitzen. Der Vertrag ist damit abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lauressam (Lorsch) am 25. Januar 804 im 36. Regierungsjahr (804) des Kaisers Karl. Namenszeichen des Priesters Lütram, der diese Schenkungsurkunde ausstellen und fertigen ließ. Handzeichen von Irinch, Ecgihard und Altrad. Der Schreiber: Reginbert.


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