Urkunde 983 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 983 (6. Februar 802 — Reg. 2758) Schenkung des Fricco in demselben Weiler unter König Pippin und Abt Ricfabod Ich, Fricco, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Herr Rich-bodo als Abt vorsteht. Ich wünsche meiner Schenkung ewige Dauer. Zur Obergabe gelangt mein Eigentum in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Wintrish^ew? = Wintersheim sw. Oppenheim), nämlich eine Hofreite mit allen darauf errichteten Bauwerken, ein Weingarten, der neben der Hofreite gelegen ist, ein Knecht namens Ratleich, der in der erwähnten Hofreite seinen Wohnsitz hat, sowie dessen Vieh. Ich schenke, übergebe und übertrage dies alles in unveränderter Gesamtheit unter dem heutigen Tag aus meinem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Gestützt auf diesen Vertrag möge der Heilige dies alles auf ewig besitzen. Geschehen im Kloster Lorsch am 6. Februar im 34. Jahre des Kaisers Karl. Handzeichen des Fricco, welcher die Ausstellung und Fertigung dieser Schenkungsurkunde erbeten hat. Reginbert hat sie geschrieben.


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