URKUNDE 976 (24. September 770 — Reg. 548) Schenkung von Hucbert und Willerat unter Karl dem Großen und Abt Gundeland In Christi Namen, am 24. September im 2. Regierungsjahr (770) des Königs Karl richten wir, Hucbert und meine Gattin Willerat, zu unserem Seelenheil eine Spende aus. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago renense (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht beziehungsweise für jene Gottesknechte, welche ebendort ihren Dienst verrichten und denen der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Es ist unser Wille, daß unsere Vergabung für alle Ewigkeit gültig bleibe, und wir bestätigen, daß sie freiwillig durchgeführt wurde. Wir schenken in pago worm(atiensi = im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Wintresh^eim = Wintersheim sw. Oppenheim/R.) alles Ackerland, welches mir mein 70 Vater Trochtulf vererbt hat, ferner alles Ackerland;, welches mir ebenfalls mein Vater in der Gemarkung Turinchem (Dorn-Dürkheim sw. Oppenheim/R, oder Rheindärkheim n. Worms/R.), also in beiden genannten Gemarkungen vererbt hat. In unberührter Gesamtheit schenken, übergeben und übertragen wir dies alles vom gegenwärtigen Tag an in der Weise, daß es von heute an und später jener heiligen Stätte beziehungsweise ihren Sachwaltern Jederzeit in steigendem Maße wirtschaftlichen Vorteil bringe. Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Kloster Lauressam (Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen von Hucbert und Willerad, seiner Gemahlin, welche diese Ausfertigung gewünscht haben. Harirad (Herirad?) war der Schreiber.
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