URKUNDE 963 (27. März 772 — Reg. 740) Schenkung der Lungwind in Gimbsheim unter König Karl und Abt Gundeland In Christi Namen, am 27. März im 4. Regierungsjahr des Königs Karl errichte ich, Lungwint, eine Stiftung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Nazarius, der im Ober-rheingauer (in pago renens!) Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Gundeland ist. Ich schenke mein Eigentum in pago worm(atiensi == im Wormsgau), und zwar in den Gemarkungen Geminisli(elm = Gimbsheim/R. s. Oppenheim) Wintresh^ezw = Wintersheim sw. Oppenheim/R.) und Turingonh^w == Dorn-Därkheim sw. Oppenheim/R, oder Rheindürkheim nördlich WormsIR.). Ich schenke alles das, was ich in jenen genannten Gemarkungen bisher besessen habe. Alles übergebe ich in unversehrter Gesamtheit am heutigen Tage aus meinem Besitz-in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen in Laurissam (Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen der Lungwind, welche gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Samuel hat sie geschrieben.
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