Urkunde 952 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 952 (3. Juni 799 — Reg. 2668) Schenkung des Heregis unter König Karl und Abt Ricfabod In Christi Namen, am 3. Juni im 31. RegierungsJahr des Königs Karl mache ich, Heri-gis, eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wisgoz (Weschnitz) in pago renense (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Sie gelte ebenso Jener heiligmäßigen Gemeinschaft, welche ebendort unter ihrem Abt, dem ehrwürdigen Richbod, ihren Dienst verrichtet. Ich schenke in pago wor-ma.t(iensi r= im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Azulenhem (Asselheim n. Grünstadt/W.) eine Hofreite mit Hof und Baulichkeiten, eine Hube, Weinpflanzungen, Wiesen und alles das, was Heriolf und sein Bruder Rutbert in jener Gemarkung besessen haben. Das alles soll, gestützt auf Handgelöbnis, immerwährendes Besitztum bleiben. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Herigis, welcher diese Schenkungsurkunde ausstellen ließ. Ich, der Diakon und Mönch Reginbert, habe sie geschrieben. 61


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