Urkunde 946 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 946 (18. August 789 — Reg. 2125) Schenkung des Moricho unter König Karl und Abt Richbod In Christi Namen, am 18. August im 21. Regierungsjahr unseres Herrn, des Königs Karl. Wir, Moricho und Folesuint, meine Ehefrau, errichten eine Stiftung. Wir wenden sie dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius zu, dessen Leib in dem am Flusse Wisgoz (Wesch-nitz) in pago rinense (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam ruht, dem der ehrwürdige Rigbodo als Abt vorsteht. Wir schenken in pago (Nidagowe -= Niddagau; die Urkunde irrtümlich hier eingeordnet!), in der Aschibrunner marca (in der Gemarkung Eschborn nw. Frankfurt/M.) und in der Su^lbacchure marca (in der Gemarkung Schwalbach nw. Frankfurt/M.) zwei Hof-reiten, 20 Morgen Ackerland, Wiesland mit einem Ertrag von einem Fuder Heu, die zu jenen Hofreiten gehörige Waldmark, die Arbeitsgeräte und alle Bauwerke. Die Schenkung soll auf ewige Zeiten gelten. Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Kloster Lauressam (Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Moricho, welcher gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Ich, Rudolf, habe sie geschrieben. 59


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