Urkunde 943 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 943 (12. Juni 791 — Reg. 2328) Schenkung des Biliram in Flonheim unter König Karl und Abt Richbod In Christi Namen, am 12. Juni im 23. Regierungsjahre des Königs Karl. Ich, Biliram, mache eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer Nazarius. Der Leib des Heiligen ruht in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago renensi (im Ol'errheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch), wo der ehrwürdige Richbodo als Abt waltet. Ich schenke mein Besitztum in pago -wormditiensi •==. im Wormsgau), in den Gemarkungen Flanh^eiw -_= Flonheim nw. AlzeylSelz nw. Worms/R.), Brunheim (Bornheim nw. Alzey) und Hemradesh("riw = Heimersheim nw. Alzey), und zwar alles das, was ich in den erwähnten Gemarkungen bisher innegehabt und besessen habe, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, Vieh beiderlei Geschlechtes und jeglicher Größe, bewegliche und unbewegliche Habe, alles und in allen seinen Teilen. Ausgenommen ist eine Hofreite mit zwölf Morgen Land, eine Wiese und ein Weinberg mit der Bestimmung, daß ich diese Güter für meine Lebenszeit zur Nutznießung behalte. Nach meinem Tode sollen auch diese als ewiges Eigentum in das Besitzrecht des Hl. Nazarius übergehen. Vertraglich abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Biliram, welcher gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Handzeichen der (Zeugen) Reginhard, Heriwin und Amilher. Ratulf war der Schreiber.


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