URKUNDE 934 (24. März in der Zeit zwischen 784 und 796 — Reg. 2838) Schenkung des Geistlichen Berhard unter Karl dem Großen und Abt Ricfabod In Christi Namen, am 24. März im 12. (?) Jahre des Königs Karl. Ich, der Geistliche Berhard, übergebe zu meinem und meiner Mutter Waltrud Seelenheil ein Geschenk an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago renensi (im Oberrheingatt) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo (784—804) als Abt vorsteht. Meine Gabe soll für alle Ewigkeit Gültigkeit haben. Ich schenke, übergebe und übertrage auf Grund nachfolgender 54 Fertigung mein Eigentum in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Flanheim (Flonheim nw. AlzeylSelz nw. WormsIR.), nämlich drei Hofreiten mit ihren Bauten und alles das, was zu jenen Hofreiten gehört. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Namenszeichen des Geistlichen Berhard, welcher ersucht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Handzeichen der (Zeugen) Hunnold und Reinhard. Radolf (Rudolf, der als Urkundenschreiber zwischen 778 und 796 auftritt) war der Schreiber.
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