URKUNDE 932 (13. Juni 766 — Reg. 55) Schenkung der Lansuind in Waldülversheim unter Konig Pipin und Abt Gundeland In Christi Namen, am 13. Juni im 14. RegierungsJahre des Königs Pippin, mache ich, Lantsuind, eine Vergabung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in der Ortschaft Laurressam (Lorsch), gelegen in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisgoz (Weschnitz) ruht, und jener Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter der Leitung ihres Abtes, des ehrwürdigen Herrn Gundeland, ihren Dienst verrichtet. Ich bestimme, daß meine Schenkung von ewiger Dauer sein soll, und bestätige, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Zur Übergabe gelangt mein Weinberg in pago wormatiense (im Wormsgau), und zwar in der Ortschaft Ulwemseim (Waldülversheim sw. Oppenheim/R.) und ein Stück Land, gelegen im Hofgut selbst. Ich gebe, übergebe und übertrage dies in unverändertem Zustande vom gegenwärtigen Tag an aus meinem Besitz- in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Möge er es auf ewig besitzen. Von heute an soll, bekräftigt durch Handschlag und Brief, ihm das Eigentumsrecht zustehen. Geschehen in öffentlicher Versammlung in Lauressam (Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen der Lansuind, welche gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Radolf hat sie geschrieben.
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