Urkunde 931 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 931 (25. Juni 774 — Reg. 1038) (Schenkung der Hildis) unter König Karl und Abt Gundeland In Christi Namen, am 25. Juni im 6. Jahre des Herrn und Königs Karl. Ich, Hildis, die Gottgeweihte, Tochter des Erliwin, bringe eine Opfergabe dar. Nach meinem Willen sei sie auf ewige Zeiten geweiht dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauressam (Lorsch), gelegen in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) ruht, in dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt waltet. Ich schenke mein Besitztum in pago Alisanzgowe (Elsaßgau; richtig: in pago Elisanzgowe == Elsenzgau), und zwar alles das, was ich in jener Gemarkung an unabhängigem Eigengut besitze und mir daher rechtmäßig und gesetzlich zusteht, alles, in allen seinen Teilen und in unverändertem Zustand. Dies alles, gelegen in der Sunaisli(eimmero) marca (in der Gemarkung Sinsheim so. Heidelberg/N.) gebe und übertrage ich aus meinem rechtlichen Besitzstand in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Das Abkommen ist damit rechtswirksam geworden. Geschehen im Kloster Lauressam (Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen der Hilda, der Gottgeweihten, welche veranlaßt hat, daß diese Schenkungsurkunde (die irrtümlich in die Abteilung nWormsgau" geraten ist) gefertigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Gerold, Rambert und Witogaud. Samuel hat dies geschrieben. 53


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