URKUNDE 921 (23. Juni 796 — Reg. 2554) Schenkung der Diuria unter König Karl und Abt Ridibod Im Namen Gottes treten wir, Diuria (Düria) und Oosrih, mein Sohn, zum Heile unserer Seelen als gemeinsame Schenkgeber auf. Unsere Stiftung ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressa (Lorsch) ruht, und ebenso auch für jene geweihte Mönchsschar, welche ebendort unter der Leitung des ehrwürdigen Herrn und Abtes Rigbodo ihren Dienst verrichten. Wir bestimmen, daß unsere Spende für ewig hingegeben sei und erklären, daß sie aus vollkommen freiem Willen erfolgt. Zur Übergabe gelangt unser Besitz in pago wormaciensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Ulfridesheim (Waldülversheim sw. Oppenheim/R.), nämlich eine Hube. Vom gegenwärtigen Tag an schenken und übertragen wir sie im Namen Gottes als ewiges Eigentum unter die Herrschaft des Hl. Nazarius. Auf Grund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 23. Juni im 28. Regierungsjahr (796) des Königs Karl. Handzeichen von Diuria, ihrem Sohn Oosrih, von Ratfrid, Folcold und Nandolf. Reginbert als Schreiber. 49
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de