URKUNDE 899 (12. Juni 771 — Reg. 633) Schenkung der Richlind unter Karl dem Großen und Abt Gundeland In Christi Namen mache ich, Richlind, zu meinem Seelenheil eine nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmte Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Ich schenke alles das, was ich in Leiberesheim (Freilaubersheim so. Kreuznach/Nahe) am Flusse Cherminbitzia (Bitzel-bach, bei Neuhamberg in den Apfelbach mündend) besitze, nämlich Hofreiten, Äcker, Weinpflanzungen, Wiesen, Weiden, stehende und fließende Gewässer. Ich übergebe dies alles vom gegenwärtigen Tag an durch rechtskräftige Fertigung, damit es jener örtlichkeit jederzeit zur Einkommen-Mehrung diene. Geschehen im Kloster Lorsch am 12. Juni im 3. Regierungsjahr (77.?) unseres Herrn, des großen Karl, des ruhmreichen Königs. Handzeichen der Richlind, welche diese Schenkung gemacht und deren schriftliche Beglaubigung erbeten hat; Handzeichen der (Zeugen) Helitbert, Erminan, Wambert, Rudolf und Bruning, Agibert. Auf Ersuchen jener Richlind hat Samuel die Urkunde dieser Schenkung niedergeschrieben und unterschrieben.
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