Urkunde 886 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 886 (1. Juni 797 — Reg. 2584) Schenkung des Hucbert unter König Karl und Abt Ricfabod Im nächstfolgenden Jahre. Wir, Hucbert und Willirat, meine Frau, machen eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo vorsteht. Mit dem Wunsche, daß unserer Gabe ewige Beständigkeit beschieden sei, schenken wir in Hepphenheim (Gau-Heppenheim ö. AlzeylSelz nw. Worms/R.) eine Hofreite mit allen darauf erstellten Bauten, 33 Joch Ackerland, auf vier Fluren zerstreut liegende Weingärten und Wiesen im Ertrage von zwei Fuder Heu. Ebenso schenke ich, Sigimunt, der Sohn der Genannten, zum Seelenheile meiner Schwester Albgard eine halbe Hofreite, welche sie selbst mir übergeben hat. Im Namen Gottes soll dies alles immerwährendes Eigengut (des Hl. Nazarius) sein. Geschehen im Kloster Lorsch am l. Juni (797). Handzeichen von Hucbert, der diese Schenkung machte, und von Willirad. Handzeichen von Sigimund, Hadawin und Meginbodo. Der Schreiber war Reginbert.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de