URKUNDE 878 (28. Februar 790 — Reg. 2162) Schenkung des Gornonolf unter Karl dem Großen und Abt Richbod In Christi Namen wende ich, der Priester Gornonolf, dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius ein Geschenk zu. Der Leib des Heiligen ruht im Kloster Lorsch, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Ich übergebe in Hepphenheim (Gau-Heppenheim ö. Alzey/Selz nw. Worms/R.) folgende Güter: zwei Hofreiten mit einer Kirche, die auf den Hofreiten errichteten Bauwerke, drei Weingüter und überhaupt alles, was ich in jener Gemarkung bisher bekanntermaßen innegehabt und besessen habe, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Weingärten, Wohnhäuser, Landwirtschaftsbauten mit Anbauten und zugehörigem Gelände, stehende und fließende Gewässer. Ferner schenke ich in 33 Freimeresheim (Framersheim ö. Alzey/Selz nw. Worms/R.) Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Weinpflanzungen, Wege und alles übrige, was ich dort besitze, sei es nun von mir erstellt oder erkauft oder auf sonstige Weise in meinen Besitz gelangt. Alles das übergebe ich auf Grund nachfolgender Fertigung vom gegenwärtigen Tag an und im Namen Gottes als immerwährendes Eigengut aus meinem gesetzlichen Besitzstand in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Geschehen im Kloster Lorsch am 28. Februar. Jahr wie oben (790). Handzeichen des Stifters Gornonolf. Handzeichen der (Zeugen) Wigher, Gisil-helm und Rifwin. Ruodolf hat (diese Urkunde) geschrieben.
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