URKUNDE 839 (5. Mai 793 — Reg. 2434) Schenkung von Adalmund und Ber(thgard) unter Karl dem Großen und Abt Richbod Auch wir, Adalmunt und meine Frau Berhtgart, machen eine fromme Stiftung. Sie gelte dem heiligen Märtyrer Nazarius, der im Kloster Lorsch ruht, dessen Vorsteher Richbodo ist. Wir schenken im Wormsgau, und zwar in Babenheim (Wüstung w. Grunstadt/W.) unser Besitztum, in Rodenbach (w. Griinstadt/W.) eine Hofreite, in Lütresheim (Lautersheim nw. Grünstadt/W.), in Quirnheim (nw. Griinstadt/W.) und in Buggenheim (Bockenheim, G.-, K.-, n. Grünstadt/W.) 15 Morgen Land und in letztgenannten drei Ortschaften gelegene Weingüter, aus denen 15 Eimer Wein gewonnen werden können. Aus dem zugehörigen Wiesland können zwei Fuder Heu eingebracht werden. Nicht zuletzt aber übergeben wir uns selbst (als Leibeigene) in die Knechtschaft und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius. All dies soll künftig jener heiligen Stätte erhöhten Nutzen bringen. Damit die Vergabung jederzeit beständig und unverrückbar bleibe, erfolgt nachstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 5. Mai (793), im 25. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichen Kaisers (richtig: Königs) Karl. Handzeichen von Adalmund und Berthgard, welche diese Schenkung machten. Der Schreiber war Samuel.
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