URKUNDE 820 (17. September 771 — Reg. 677) Schenkung des Hildeger unter Abt Gundeland In demselben Jahre schenke auch ich, Hiltdiger, demselben heiligen Märtyrer N(azarius) eine Hofreite. Sie liegt in der vorgenannten Stadt Wormacia (Worms), besitzt Haus und Hof und liegt unmittelbar neben jener Hofreite) welche meine Mutter dem Hl. Nazarius übergeben hat. Von dieser (von der Mutter geschenkten) Hofreite berühren zwei Seiten die Straße, die dritte das Gut des Lingulf. Die andere (von mir geschenkte) Hofreite grenzt an die schon genannte Hofreite und andererseits an das Besitztum des Grafen Warnher, auf der vierten Seite aber an die Straße. Ich schenke außerdem in der Gemarkung Worms acht Joch Ackerland. Dieser Grundbesitz stößt auf der einen Seite an die Liegenschaft des Hl. Petrus (als Patron des Hochstiftes Worms), auf der anderen an das Gut der Wizzenburger (Weißenburger) Kirche, an der dritten Seite fließt die Isena (der Eisbach = Nebenfluß des Rheines bei Worms). Auf der vierten Seite liegt wieder Eigentum des Schenkgebers. Vom gegenwärtigen Tag an übergebe und übertrage ich dies alles aus meinem Besitzrecht in das Eigentumslind Herrenrecht des Hl. t^(azarius). Auf Grund untenstehender Fertigung möge es in Gottes Namen sein ewiges Besitztum bleiben. Geschehen in der Ortsgemeinde Pater-novilla (Pjeddersheim w. Worms), in Gegenwart von Zeugen, am 17. September (771). Handzeichen des Hiltdiger, der diese Schenkung durchgeführt hat. Handzeichen der (Zeugen) Hiltduwin, Lütwin und Dindo. Samuel hat das geschrieben.
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