Urkunde 809 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 809 (12. September 801 — Reg. 2748) Schenkung von Meginher, lsanbert, Hartbert und Wolfsuint unter Abt Richbodo Wir, Meginher, lsanbert, Hartbert und Wolfsuint, machen eine fromme Stiftung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Nazarius, der im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Wir übereignen das zum Seelenheile des Junc-man, was er selbst als rechtmäßiger Besitzer uns übergeben hat, nämlich sein Besitztum in pago lobod(onensi = im Ladengau), und zwar in Wezzinloch (Wiesloch s. Heidelberg): eine Herrenhube mit ihren Bauwerken, darauf wachsende Obstbäume, eine Mühle mit Umschwung und fünf Hörigenhuben. In Botresheim (Wüstung Botzheim w. Ladenburg ö. Mannheim) schenken wir eine Herrenhube mit ihren Bauten und eine Hörigenhube, in Nuzloch (Nußloch s. Heidelberg) einen Weinberg und in Hillenbach (Wüstung Höllenbach n. Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weinberg und 16 Leibeigene: Rutmund und seine Frau Folcrad, Hasalwar, Norther und seine Frau Teothrad unds eine Frau Giseltrud mit Tochter Uodalnüwa und deren Sohn Liobsuind, 300 Werther und seine Frau Theotlind, Blutgard, Liobtrud, Guntram und sein Sohn Ruodewin und Wolfhard, Rihbald, zugleich mit ihrem Vieh. Wir übergeben und übeltragen dies alles vom gegenwärtigen Tage an. Diese Zuwendung soll, gestützt durch diesen Vertrag, jederzeit bestehen und andauern. Geschehen im Kloster Lorsch am 12. September im 33. Regierungsjahr (801) unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen von Meginher, lsanbert, Hartbert und Wolfsuind, welche diese Schenkungsurkunde erstellen und fertigen ließen. Handzeichen der (Zeugen) Hiltdibert, Ratdad und Hufo. Schreiber war Reginbert.


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