Urkunde 808 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 808 (23. März 867 — Reg. 3474) Schenkung des Engilbert im gleichen Dorf unter König Ludwig (dem Deutsdien) und Abt Tiethroch (Vgl. Urk. Nr. 805) Im Jahre 867 nach des Herrn Fleischwerdung und im 27. Regierungsjahre des Königs Ludwig. Ich, Engilbert, mache eine fromme Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Tiethroch als Abt vorsteht. Die nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmte Zuwendung diene meinem und meiner Eltern Seelenheil. Ich schenke in Nuzlohen (Nußloch s. Heidelberg) eine Herrenhube, drei Hörigenhuben, einen Weinberg mit einem Ertrag von einem Fuder Wein, sieben Leibeigene: Rather und Beldila, Rächer, Ruodolf und seine Frau Friderad und zwei Söhne. All das oben Genannte übergebe und übertrage ich in der Weise, daß ihr von heute an freie Vollmacht haben sollt, damit zum Nutzen des Klosters zu machen, was ihr wollt. Auf Grund ordnungsgemäßer Verbriefung soll diese Schenkung jederzeit beständig und unverletzlich bleiben. Geschehen im Kloster Lorsch am 23. März (867). Handzeichen des Stifters Engilbert. Handzeichen der (Zeugen) Theotrich, Folcrad, Arnold und lbo. Schreiber war Himmi. WIESLOCH


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