Urkunde 799 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 799 (13. März 825 (824?) — Reg. 3190) Schenkung von Engilbert und Wiehert in Leimen unter Kaiser Ludwig und Abt Adalung Unter der Herrschaft des Kaisers Ludwig, im 12. Jahre seiner Regierung, am 13. März. Wir, Engilbreth und Wiehert, machen zum Heile unserer Seelen und zum Seelenheile des Gunzo, unseres Oheims mütterlicherseits, eine Vergabung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer 'N(azitrws), dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der verehrungsvürdige Herr Adalung als Abt vorsteht. Wir schenken in Lemheim (Leimen s. Heidelbeg) vier Hofreiten und Weingärten mit einem Ertrage von zehn Fuder Wein, in Fitenheim (Mannheim-Feudenheim) 15 Morgen Land, in Walastath (Mannheim-Wallstadt) 88 Morgen Land, eine Wiese mit einem Ertrage von acht Fuder Heu und eine Hofreite, die auf unserem Besitztum liegt, auf der vier Knechte wohnen können. Wir übergeben und übertragen auch alles übrige, was augenblicklich unser Eigentum in den oben genannten Orten ist, ausgenommen unsere hörigen Leute. Alles übrige, Hofreiten, Ländereien, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weingärten, Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen, Teiche und Bäche, kurzum alles, übergeben und übertragen wir vom heutigen Tage an aus unserem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Gestützt auf diese vertragliche Fertigung soll er im Namen Gottes alles auf ewig besitzen. Geschehen im Kloster Lorsch am 13. März. Handzeichen von Engilbert und Wiehert, welche gebeten haben, daß diese Schenkung festgestellt und bekräftigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Beinung, Berolf und Meginhard. Altwin als Schreiber. 296


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