Urkunde 794 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 794 (28. Mai 782 (?) — Reg. 1882) Schenkung der Adalgard unter König Karl und Abt Helmericfa Im 17. Regierungsjahre unseres Herrn, des Königs Karl, machen wir, Adalgart, die hinterlassene Witwe des Irlulf, und mein Sohn Fruotwin, zu unserem Seelenhelle eine Vergabung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Helmerich als Abt vorsteht, und gelte auf ewige Zeiten. Das betrifft unsere Besitztümer in pago \obod(onensi == im Ladengau) in den Orten: Rorbach (Heidelberg-Rohrbach), Bergeheim (Heidelberg-Bergheim), Sickenheim (Mannheim-Seckenheim), Tornheim (Dornheim, Wüstung so. Mannheim) und Blanckenstat (Plankstadt w. Heidelberg), und zwar Hofreiten, Felder, Äcker, Wiesen, Weiden, Wege und Stege, Weingärten, Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude, Wälder, stehende und fließende Gewässer und Leibeigene. Das alles übergeben und übertragen wir aus unserem Besitzrecht in das Eigentums- -und Herrenrecht des Hl. Nazarius in der Weise, daß alles vom heutigen Tage an und für alle Zeiten auf Grund dieser Vertragsausfertigung dem wirtschaftlichen Zuwachs jener heiligen Stätte diene. Geschehen im Kloster Lorsch am 28. Mai. Handzeichen der Adalgard, welche diese Schenkung machte. Handzeichen des Fruotwin, ihres Sohnes. Handzeichen der (Zeugen) Waccho, Egisbert und Trutbald. Schreiber: Samuel.


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