Urkunde 776 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 776 (23. April 771 — Reg. 603) Schenkung des Geistlichen Ottakker in Plankstadt unter Karl dem Großen und Abt Gundeland Im dritten Jahre der Regierung des großen und heiligen Karl, unseres Herrn, des glorreichen Königs, dem Ruhme der ganzen Welt, mache ich, der Kleriker Ottakker, zum Heile meiner Seele dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, eine Schenkung. Das Lauresham (Lorsch) genannte Kloster liegt in pago rinensi (im Oberrheingau), am Fluß Wischoz (Weschnitz). Meine Schenkung gilt auch dem heiligen Konvent der Mönche, welche dort unter der Leitung des verehrungswürdigen Abtes Gundeland ihren Dienst verrichten. Ich bestätige ausdrücklich, daß meine Schenkung für ewige Zeiten gelten soll und aus vollkommen freiem Willen gemacht wurde. Zur Schenkung gehört mein Eigentum in Blanckenstat (Plankstadt w. Heidelberg), nämlich eine Hofreite, welche auf der einen Seite an das Besitztum des Gerold, auf der anderen Seite an jenes des Hugibalt stößt, ferner 20 Joch Ackerland, 20 Morgen zerstreut liegendes Bauland, endlich Wälder, Felder, Wiesen, Weiden, stehende und fließende Gewässer. Dieses alles übergebe ich zur Gänze mit Wirkung vom heutigen Tage und übertrage es im Namen Gottes aus meinem rechtlichen Besitz in das ewige Herrenrecht des Hl. Nazarius. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster zu Lorsch am 23. April (771). Handzeichen des Oddacer, der diese Vergabung durchgeführt hat. Samuel hat (diese Urkunde) geschrieben.


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