URKUNDE 771 (30. Oktober 802 — Reg. 2774) Schenkung des Wolfbert unter König Karl und Abt Ridhbodo Ich, Wolfbert, mache im Namen Gottes und zu meinem Seelenheile eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke in Ebbelenheim (Eppelheim w. Heidelberg) vier Hofreiten und eine Hube und in gleicher Weise im Creihgowe (Kraichgau), in jenem meinem Weiler (Weiher bei Bruch-sal? Weiler bei Wiesloch? Weiler bei Nußloch?) alles, was zu diesem Weiler gehört. Alles gebe ich hin, was mein Besitz und Eigentum in diesen beiden Ortschaften ist: Hofreiten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Wälder, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten mit Zubauten und Umschwung, stehende und fließende Gewässer. Alles, in Gesamtheit und Einzelheiten, übertrage ich in Gottes Namen und auf ewige Zeiten. Wenn aber künftig jemand, was ich allerdings am allerwenigsten glaube, wenn ich selbst oder einer von meinen Erben oder Nacherben gegen diese von mir gemachte Schenkung anzukämpfen versuchen sollte oder dieselbe brechen oder verfälschen wollte, so entrichte er, von der allgemeinen Verwaltung dazu gezwungen, eine Buße von 20 Goldunzen und 100 Pfund Silber. Seine Einwendungen aber seien für eine Beurteilung nichtig. Gegenwärtige Schenkung aber soll fest und unverbrüchlich in Kraft bleiben. Daraufhin erfolgt der ordnungsgemäße Vertragsabschluß. Geschehen im Kloster Lorsch am 30. Oktober im 35. Regierungsjahr (802) unseres Herrn Karl. Handzeichen des Stifters Wolfbert. Niederschrift von Altwin.
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