URKUNDE 767 (20. Februar 802 — Reg. 2759) Schenkung des Heilrad in demselben Dorf unter Karl dem Großen und Abt Ridibodo Im nämlichen Jahre (802) mache auch ich, Heilraat, eine Stiftung zum Heile meiner Seele. Sie gilt dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Richbod als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß meine Vergabung auf ewige Zeiten gelte, nämlich alles, was ich in Suezzingen (Schwetzingen w. Heidelberg), Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim), Sikkenheim (MannheimSeckenheim), Marebotesheim (Markbodsheim, Wüstung um Wiesloch s. Heidelberg) und Heidolfesheim (Heidelsheim so. Bruchsal nö. Karlsruhe), wie allgemein bekannt, besitze, als da sind: Hofreiten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen, anliegende Raine und zugehörige Gebietsteile, Quellen und Bäche, Vieh beiderlei Geschlechtes, groß und klein, und die Leibeigenen namens Lübher, Boto, Richtrud, Raathilt, Meginsuint, Radolf, Germuot, Engilsuint, Weliman, Herilint, Blitdrud, Engilrat und Winigis, Erkendrut, Sigemunt. Alles oben zusammengefaßte entlasse ich aus meinem Eigentumsrecht und übertrage es im Namen Gottes in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius als ewiges Eigentum. Urkund dessen die untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 20. Februar (802). Handzeichen des Heilrad, welcher die Feststellung und Bestätigung dieser Schenkung veranlaßt hat. Handzeichen von Leidr.ld, Bonifaz und Erhard. Geschrieben von Reginbert.
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