Urkunde 764 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 764 (24. Juni 790 — Reg. 2217) Schenkung des Franco und der Guntbirg unter König Karl und Abt Richbod In Christi Namen, am 24. Juni, im 22. Regierungsjahre des Königs Karl, unseres Herrn. Wir, Franko und meine Ehefrau Guntbirg, wenden dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Richbod steht, eine wohltätige Vergabung zu. Bei dieser Stiftung, von der wir wünschen, daß sie ewig bestehen bleibe, handelt es sich um neun Morgen Land, einen Wald und unseren übrigen Güterbesitz in Suezzingero marca (in der Gemarkung Schwetzingen w. Heidelberg). Wir übertragen und übereignen dies alles in seiner unteilbaren Gesamtheit vom heutigen Tage an im Namen Gottes und gestützt auf vertragliche Ausfertigung, aus unserem Eigentumsrecht in das Herrenrecht des Hl. Nazarius als ewiges Besitztum. Geschehen im Kloster Lorsch, an dem Tage und zu der Zeit, wie oben angegeben. Handzeichen des Franko, der diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Hai'tnand und Siginand. Ruodolf hat den Vertrag aufgezeichnet. 283


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