URKUNDE 744 (27. Mai 795 — Reg. 2507) Es folgt eine weitere Schenkung im gleichen Dorf durch Wolflioz unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Richbodo In Christi Namen richte ich, Wolflioz, eine fromme Spende aus, welche zum Heile meiner Seele gereichen soll. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß diese Übereignung für ewige Zeiten gelte. Ich schenke in Bergeheim (Heidelberg-Bergheim) den vierten Teil einei Hofreite, 15 Joch Ackerland und eine Wiese mit einem Ertrage von einem Fuder Heu, ferner in Wibilingen (Heidelberg-Wieblingen) alles, was zu einer Hofreite gehört, nämlich Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Wasserstellen und Wasserläufe. Die Übergabe erfolgt heute und in der Absicht, daß alles jener heiligen Stätte als Erwerbszuwachs diene. Geschehen im Kloster Lorsch, gestützt auf vorliegenden Vertrag, im 27. Mai im 27. Regierungsjahr (795) unseres Herrn, des glorreichen Königs Karl. Handzeichen des Stifters Wolflioz. Sigerich war der Schreiber.
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de