Urkunde 732 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 732 (24. Juni 814 — Reg. 3073) Schenkung des Friduwin unter König Ludwig (dem Frommen) und Abt Adalung Im l. Regierungsjahre unseres Herrn, des ruhmreichsten Kaisers Ludwig. Ich) Friduwin, will im Namen Gottes, zu meinem Seelenheile und um der Wiedervergeltung in der Ewigkeit willen ein gutes Werk vollbringen. Der gütige Herr möge mich dafür für würdig erachten, mir künftig Sündennachlaß zu gewähren. Und so bringe ich denn eine Opfergabe dar, bestimmt für den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, beziehungsweise für jene heiligmäßige Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter der Leitung des ehrwürdigen Herrn Adalung, ihres Abtes, ihren Dienst verrichtet. Ich bestimme, daß meine Spende auf ewig in Kraft bleiben soll, und erkläre, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich schenke in Gottes Namen und auf ewig zu eigen mein Besitztum in pago \.obod(onensi = im Ladengau), und zwar in Wibilinga (Heidelberg-Wieblingen), nämlich eine Hofreite mit zwei Morgen Land und einen Weinberg, ferner in Grenesheim (Grenzhof u>. Heidelberg) zwei Joch Ackerland. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch am 24. Juni (814). Handzeichen des Stifters Friduwin. Handzeichend der (Zeugen) Muotolf, Wolfhard und Bonifaz. Altwin, Schreiber.


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