Urkunde 730 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 730 (in der Zeit zwischen 804 und 814— Reg. 3400) Schenkung des Egilher in demselben Dorf unter Karl dem Großen und Abt Adalung Dies ist die Stiftung, welche Egilher dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, der im Kloster Lorsch ruht, von seinen in Lobodengowe (im Ladengau) und in Spirehgowe (im Speyergau) gelgenen Eigengütern machte. In Gegenwart von Zeugen übergab Egilher diese Güter in die Hände des Priesters Liebant, des Ruodrit Lütolf, und Eberhard, Eberwin. Diese wählten unter sich einen, nämlich den Eberhard, damit er für alle die Belohnung erhalte und in ihrem Auftrage handle, was er dann auch wirklich tat. Dies sind die Augen-und Ohrenzeugen dieser Vereinbarung: alle Freigeborenen von Wibilingen (Heidelberg-Wieblingen), Bergeheim (Heidelberg-Bergheim), Ebbelenheim (Eppelheim w. Heidelberg), Blankenstat (Plankstadt w. Heidelberg) und Suezzingen (Schwetzingen w. Heidelberg). Die Schenkung erfolgte zum Seelenheile des Ruding, der Rutbirg und des Egilher. Sie umfaßt genau zwölf Hofreiten — nicht mehr und nicht weniger —, die dazugehörigen Bauten, 20 Hüben und 60 Leibeigene, ausgenommen deren zwei, nämlich Hertdrich und Lüshild mit ihren Söhnen und Töchtern. Ausgenommen sei auch von den Weingütern ein Stück, welches einen Ertrag von 15 Fuder Wein bringt. 271


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