URKUNDE 713 (18. Dezember in der Zeit zwischen 779 und 783 — Reg. 1898) Schenkung des Priesters Erlebalt und des Werinbalt unter Karl dem Großen und Abt Richbodo Im gleichen Jahre machen wir, Erlebalt, der Priester, und Werinbalt, der Sohn des Gunthelm, zu unserem Seelenheile eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Helmerich als Abt vorsteht. Es ist unser Wille, daß unsere Obereignung für alle Zeiten gelten soll, und wir bestätigen, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Wir schenken unser Eigentum in lobo-doninse (im Ladengau), und zwar in Wibilinga (Heidelberg-Wieblingen), nämlich eine Basilika mit zugehöriger Hofreite und darauf errichteten Bauwerken, 20 Joch Ackerland mit Weinbergen) Wiesen, Weiden, stehenden und fließenden Gewässern. In ähnlicher Weise schenken wir in Grenesheim (Grenzhof w. Heidelberg) 50 Joch Ackerland, Hofreiten, Felder, Weiden und überhaupt alles das, was ich in den schon genannten Ortschaften zur Zeit besitze, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Weinberge, Wälder, Wohnhäuser und andere Bauten, Pflanzland und Brachland, Wasserstellen und Wasserläufe und (acht) Leibeigene mit folgenden Namen: Hildibalt, Gundicho, Odolniwi, Liebhilt, Irmina, Bertolt und Heilitflat, Lantbret. Dies alles oben Genannte übergeben und übertragen wir von heute an aus unserem Be-skzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Im Namen Gottes möge 264 er es auf ewig besitzen. Wenn aber künftig jemand, was wir allerdings durchaus nicht glauben — und alles übrige wie oben — bis: Vertragsabschluß. Geschehen in öffentlicher Versammlung im Kloster Lorsch am 18. Dezember. Namenszeichen der Stifter Erlebald und Werinbald. Namenszeichen (der Zeugen) des Priesters lsinher, des Walther und des Willibert. Samuel war der Schreiber.
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