Urkunde 709 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 709 (24. Mai in der Zeit zwischen 779 und 783 — Reg. 1880) Schenkung von Hilderidi und Becca unter Karl dem Großen und Abt Helmericfa (778—784) Wir, Hildrich und Becca, meine Ehefrau, machen im Namen Gottes und zu unserem Seelenheil eine nach unserem Willen für ewige Zeiten bestimmte Vergabung an den heiligen Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Wir schenken alles das, was wir in Wibilingero marca (Gemarkung Heidelberg-Wieblingen) und in Glemsgowe (im Glemsgau) und in Edingero marca (Gemarkung Edingen nw. Heidelberg) bisher besessen haben, sowohl an Äckern als auch an Weinbergen, Wiesen, Weiden, Wäldern, stehenden und fließenden Gewässern. In ähnlicher Weise übergeben und übertragen wir mit Wirkung vom heutigen Tage auch in Grenesheim (Grenzhof w. Heidelberg) alles in unvermindertem Zustande. In Gottes Namen soll dies alles immerwährendes Besitztum bleiben. Die Fertigung wurde durchge262 führt. Geschehen im Kloster Lorsch am 24. Mai im 17. (14.?) RegierungsJahre unseres Herrn, des Kaisers (richtig: Königs) Karl, Handzeichen von Hiltdrich und Becca, welche ersucht haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Rudolf war der Schreiber.


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