URKUNDE 695 (9. März 822 — Reg. 3166) Schenkung des Muatolf unter Kaiser Ludwig l. und Abt Adalung Unter der Herrschaft des Kaisers Ludwig, in seinem 9. Regierungsjahr, mache ich, Muatolf, zu meinem Seelenheile eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi N(^2d-rius), dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsdi ruht, dem der ehrwürdige Adalung als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Zuwendung von ewiger Dauer sei. Ich schenke einen zwischen Edingen (nw. Heidelberg) und Grenesheim (Grenzhof w. Heidelberg) gelegenen Bifang (meist umhegtes, baum- und buschreiches Brachland; Pferch), der auf der einen Seite an die Wibilingero marca (Gemarkung Heidelberg-Wieblingen), auf der anderen an das Gut des Hl. Nazarius grenzt. Diesen (Bifang) übertrage ich von heute an aus meinem in das Besitzrecht des Hl. ^(azarius), damit er ihn, gestützt auf diesen Vertrag, im Namen Gottes auf ewig besitze. Geschehen in jenem Bifang selbst am 9. März (822). Handzeichen des Muatolf, der diese Schenkung durchführte. Handzeichen des Helmbert. Handzeichen des Riebert, seines Sohnes. Handzeichen des Waldo. Schreiber war der Mönch Richger. 257
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