Urkunde 689 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 689 (27. Dezember 795 — Reg. 2535) Schenkung des Hertdridi unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Richbodo Im gleichen Jahr wie oben, am 27. Dezember. Ich, Herdrich, mache eine Vergabung an den heiligen 'N(azarius), dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Ich schenke in demselben Dorf, nämlich in Edingen (nw. Heidelberg), mein Eigentum, und zwar alles das, was ich bisher dort besessen habe: Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wohnhäuser 254 und Wirtschaftsbauten. In ähnlicher Weise übergebe ich in Ebbelenheim (Eppelheim w. Heidelberg) .. . Joch Ackerland, eine Hofreite, einen Wald und alles das, was zu jener Hube gehört, ferner in Waltdorph (Walldorf w. Wiesloch s. Heidelberg) 20 Joch Land, eine halbe Hofreite und die Hälfte eines Waldes, gleichfalls auch in Dossenheim (n. Heidelberg) Weinberge, Wälder und alles, was ich dort bisher besessen habe, endlich in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhshem'.) eine Hofreite, ein halbes Ackerland, einen halben Wald, alles das, was ich in Roolfeshuson (unbekannte Wüstung Rolfshausen) gehabt habe, und (neun) Leibeigene namens Adalo, Irminsuint, Waltrat, seine Frau, Woluo, sein Sohn Waldo, sein Sohn, Santher Salacho, und Ratgunt, Lantdolf, zugleich mit ihrer Viehhabe (Vermögen). Das alles oben Genannte übergebe und übertrage ich in ungeschmälertem Zustand aus meinem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Möge er auf Grund dieses Vertrages im Namen Gottes auf ewig besitzen. Geschehen im Kloster Lorsch. Handzeichen des Hertdrich, welcher diese Schenkung durchgeführt und deren schriftliche Festlegung erbeten hat. Handzeichen des Wenilo, seines Sohnes. Handzeichen der (Zeugen) Sigebert, Trutbald und Rachleib. Der Schreiber: Samuel.


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