Urkunde 685 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 685 (12. April 791 — Reg. 2308) Schenkung des Adalo unter Abt Richbodo und Kaiser (richtig: König) Karl L Im nämlichen Jahre bringe ich, Adalo, von Gottes Gnaden Geistlicher, dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius eine Opferspende dar. Der Leib des Heiligen ruht in dem am Flusse Wischoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Zuwendung auf ewige Zeiten Gültigkeit behalte. Ich schenke alles, was mir in Edingon (Edingen nw. Heidelberg) als väterliches und mütterliches Erbe gesetzlich zugefallen ist, nämlich Hofreiten, Felder, Wieseil, Weiden, Weingüter, Wege, Wälder, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, Vieh beiderlei Gt'schlechtes und Jeglicher Größe, bewegliche und unbewegliche Habe. Ich schenke und übertrage alles in unversehrter Gesamtheit im Namen Gottes auf ewig zu eigen. Von diesem Tage an möge alles jederzeit jener heiligen Stätte Vermögenszuwachs bringen. In diesem Sinne erfolgt feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Kloster Lorsch am 12. April (791). Namenszeichen des Adalo, der diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Racholf, Adelbert und Hiltdibald. Schreiber: Ruodolf.


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