Urkunde 684 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 684 (27. Februar 791 — Reg. 2297) Schenkung des Babo unter Karl l., dem heiligen und ruhmreichsten Kaiser (richtig: König) und Richbodo, dem verehrungswürdigsten Abt Ich, Babo, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi (Nazarius), dessen Leib in dem am Flusse Wisscoz (Wsschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, beziehungsweise an jene fromme Mönchsgemeinschaft, welche eben-dort unter der Leitung des ehrwürdigen Herrn Rihbodo, des Abtes, ihren Dienst verrichtet. Ich bestimme, daß meine Zuwendung für ewige Zeiten gelten soll und bestätige, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich schenke in pago lubod(''onew« = im Ladengau), und zwar in Edinga (Edingen nw. Heidelberg) einen Weinberg, welcher mir von selten meines Vaters Walram als Tischweingut, von dem ein Fuder Wein eingebracht werden kann, auf gesetzlichem Wege zugekommen ist. Ich schenke, übergebe und übertrage diesen Weinberg mit Rechtswirkung vom gegenwärtigen Tage im Namen Gottes als ewiges Besitztum. Von heute an und für alle Zukunft möge er jener heiligen Stätte zur Mehrung ihres Einkommens dienen. Es erfolgt hiermit die Fertigung des Vertragsabschlusses. Geschehen im Kloster Lorsch, am 27. Februar im 23. Regierungsjahr (791) unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl. Handzeichen des Stifters Babo. Handzeichen der (Zeugen) Humbert und Bicco. Ruodolf hat dies geschrieben.


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