URKUNDE 683 (25. September 790 — Reg. 2246) Schenkung von Altnian, Erlebald und Machelm unter Kaiser Karl und Abt Richbod In Christi Namen am 25. September im 22. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichsten Kaisers (richtig: Königs) Karl. Wir, Altman, Erlebalt und Machelm machen als gemeinsame Stifter eine Vergabung zu unserem und der Erlind Seelenheil an den heiligen Märytrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Richbod als Abt vorsteht. Es ist unser Wille, daß unsere Zuwendung ewigen Bestand habe. Wir schenken in pago lobodunensi (im Ladengau), und zwar in Eddingen (Edingen nw. Heidelberg) alles das, was wir, Machelm und meine Ehefrau Erlint, bisher gemeinsam bearbeitet haben, sowohl Hofreiten als auch Ländereien. Dazu gehören auch die Leibeigenen namens Raddolf und Edellint, ferner Kleider, Gold, Silber, Vieh beiderlei Geschlechtes, groß und klein, bewegliche und unbewegliche Habe, alles und in allen seinen Teilen, außerdem ein Drittel von unseren Ersparnissen. Mit Wirkung vom heutigen Tage schenken, übergeben und übertragen wir dies im Namen Gottes auf ewig zu eigen. Von diesem Tage an und in Zukunft möge es jener heiligen Stätte zu Nutz und Frommen dienen. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen von Altnian, Priester Erlebald und Machelm, welche ersucht haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. (Zeugen:) Wuluing, Herdrich Leidrad, und Ruocher, Sigihelm. Rudolf war der Schreiber.
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de