Urkunde 679 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 679 (26. Juni 773 — Reg. 909) Schenkung der Cilina im gleichen Dorf unter Kaiser (richtig: Konig) Karl und Abt Gundeland Im 5. Regierungsjahre unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl, mache ich, Zilina, eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Mit der Bestimmung, daß meine Zuwendung auf immerdar gelten soll, schenke ich einen Weingarten, welcher bei der Häusergruppe liegt, die Husun (Neckarhausen nw. Heidelberg) genannt wird. Von diesem Weingarten können zwei Fuder Wein eingebracht werden. Diesen Weingarten übergebe und übertrage ich mit Wirkung vom heutigen Tage zu meinem und meiner Mutter Bona Seelenheil in das Besitzrecht und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius. Möge er ihn, gestützt auf Handgelöbnis, im Namen Gottes auf ewig besitzen. Geschehen im Kloster Lorsch am 26. Juni (773). Handzeichen der Schenkgeberin Cilina. Schreiber: Samuel.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de