URKUNDE 659 (29. April 841 — Reg. 3307) Schenkung des Ruotpert im nämlichen Dorf unter Kaiser Lothar l. und Abt Samuel Im ersten Jahre der Regierung des Kaisers Lothar machen wir, Ruotbert und Nen-ding, eine Stiftung für das Seelenheil der ltissa, der Frau, welche ihr Leben Gott geweiht hatte. Zu diesem Zwecke soll unsere Vergabung dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius gewidmet sein, der in dem Orte ruht, welcher Lorsch genannt wird, und dem der verehrungswürdige Herr Samuel vorsteht. Es ist unser Wille, daß unsere Schenkung für ewige Zeiten andauern soll, nämlich jenes Gut im pagus lobodunensis (Ladengau), und zwar in Sigkenheim (Mannheim-Seckenheim), das uns die schon genannte ltissa übergeben hat; alles insgesamt, was sie dort zu eigen hatte, ferner in Waltdorf (Walldorf w. Wiesloch s. Heidelberg) einen Knecht mit seiner Hörigenhube, in Buridal (Baiertal ö. Wiesloch) zehn Morgen und in Suezzinga (Schwetzingen w. Heidelberg) einen Knecht, eine Hofreite, 33 Morgen Land und die Leibeigenen Waning, Albgarda, Albolf, Egino Nordolf, und Wering, Ruottrud. 242 Dieses alles übergeben wir im Namen Gottes zu ewigem Besitztum laut untenstehender Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 29. April (.841). Handzeichen von Ruotbert und Nending, welche diese Schenkung machten. Handzeichen von Hildibert, Gerhard und Immo. Der Schreiber: Altwin.
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