URKUNDE 646 (19. März 797 — Reg. 2572) Schenkung des Sigehelm unter König Karl und Abt Richbodo Im 29. Regierungsjahr unseres Herrn, des Königs Karl. Ich, Sigihelm, entrichte zum Seelenheile des Ruotbert ein Almosen. Ich wende es dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius zu, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Es soll nach meinem Willen auf ewig hingegeben sein. Ich schenke das, was jener Ruotbert selbst mir in pago lubod(onensi == im Ladengau), und zwar in Sickenheim (Mannheim-Seckenheim) übergeben hat, nämlich fünf Joch Ackerland. Diese übertrage ich mit Wirkung vom gegenwärtigen Tage, damit sie jener heiligen Stätte stets steigenden Nutzen abwerfen mögen. In diesem Sinne erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Kloster Lorsch, am 19. März (797). Handzeichen des Sigihelm, welcher gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Handzeichen des Geistlichen Babo und des Gerold. Reginbert hat dies geschrieben. 237
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