URKUNDE 639 (13. Juni 789 — Reg. 2110) Schenkung des Erkanfrid in demselben Dorf unter König Karl und Abt Ridibodo In Christi Namen, am 13. Juni im 21. RegierungsJahre (789) unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl. Wir, Erkanfrid und meine Ehefrau Wieltrut, errichten eine fromme Stiftung. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Rihbodo als Abt vorsteht. Meine Gabe soll nach unserem Willen für alle Ewigkeit Bestand haben. Wir schenken vom gegenwärtigen Tage an in pago lobodonensi (im Ladengau), und zwar in Sikkenheim (Mannheim-Seckenheim) eine Hofreite, zwei Joch Ackerland und eine Wiese mit einem Ertrage von sechs Fuder Heu. Künftig soll dies alles jener heiligen Stätte jederzeit als Einkommensmehrung dienen. Urkund dessen die nachstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch. Handzeichen des Schenkgebers Erkanfrid. Handzeichen der (Zeugen) Biccho, Ermenold. Hugbert, Rudolf als Emicho, Schreiber.
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de