URKUNDE 628 (1. November 777 — Reg. 1357) Schenkung des Fruotwin im selben Dorf unter der Regierung des Königs Karl und des Abtes Gundeland In Gottes Namen mache ich, Fruotwin, eine Schenkung, welche dem Seelenheile meines Vaters Heriulf dienen soll. Die Vergabung erfolgt an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in dem Lorsch genannten Kloster ruht. Das Kloster ist in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegen, und sein Vorsteher ist der verehrungswürdige Abt Gundeland. Für ewige Zeiten seien dorthin gespendet zwei Morgen Ackerland in Sickenheim (Mannheim-Seckenheim), eine Hofreite in Blangkestat (Plankstadt) und ein Bifang in Bergeheim (Heidelberg-Bergheim), der für die Anlage eines Weinberges geeignet ist. Mein Vater hat dort bereits gerodet. Mit Rechtswirksamkeit vom heutigen Tage übergebe und übertage ich dies alles in der Weise, daß es sofort und später und zu allen Zeiten der Bereicherung Jener heiligen Stätte diene. Urkund dessen die untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am l. November im 10. Jahre (777) der Regierung unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl. Handzeichen des Fruotwin, der diese Schenkung durchgeführt hat. Handzeichen von Heribald, Babo und Walther, Grimar hat dies geschrieben.
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