URKUNDE 625 (27. Mai 774 — Reg. 1007) Schenkung der ldda im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland Im 6. Regierungsjahre unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl, bringe ich, die alleinstehende Frau ldda, auf göttlichen Antrieb und zu meinem Seelenheile durch diese Schenkungsurkunde und Willenserklärung eine fromme Gabe dar. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht. In gleicher Weise gelte sie jenen Gottesknechten, welche ebendort unter der Leitung ihres Abtes, des ehrwürdigen Herrn Gundeland, dem Gottesdienst obliegen. Ich bestimme, daß meine Stiftung für alle Zeiten gelten soll, und ich erkläre, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Zur Übergabe gelangt mein Besitztum in pago lobodonensi (im Ladengan) und zwar in Sickenheim (Mannheim-Seckenheim), nämlich 50 Morgen Land, die beiden Leibeigenen Otbold und Harwin, eine Hube mit ihren Bauwerken, eine acht Fuder Heu einbringende Wiese, Felder, Wälder, Weiden, Wege und Wasserrechte, alles und in allen seinen Teilen, insgesamt und in unverändertem Z.ustand, was auch immer ich in jener Gemarkung bisher besessen habe. Ferner schenke ich in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weingarten, welcher auf einer Seite an das Gut des Hl. Nazarius grenzt. Mit Wirkung vom heutigen Tage schenke, übergebe und übertage ich dies im Namen Gottes als ewiges Besitztum. Von heute an sollt ihr die Vollmacht haben, dies alles von Rechts wegen innezuhaben, zu behalten, zu verschenken, zu vertauschen oder sonstwie nach euerem Gutdünken darüber zu verfügen. In allen Belangen sollt ihr freie und unumschränkteste Berechtigung haben. Wenn aber künftig jemand, was ich zwar nicht glaube — und das übrige (wie oben) — bis: Vertragsabschluß. Geschehen im Kloster Lorsch am 27. Mai (774). Handzeichen der Frau lda, welche ersucht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Hugbert, Erkenfrid, Sigefrid, Sicco und Hildibald, Altman. Samuel als Schreiber.
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