Urkunde 609 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 609 (12. Mai 771 — Reg. 610) Schenkung des Leidrad unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Gundeland In Christi Namen, am 12. Mai im 3. Regierungsjahre unseres Herrn, des Königs Karl. Ich, Leidrat, schenke zum Heile meiner Seele dem heiligen Märtyrer Nazarius und dem Kloster Lorsch eine Wiese in pago lobodonensi (im Ladengau) und zwar in Clopheimero marca in der Malenowa (Wüstung Kloppenheim in der Wüstung Mallau, gelegen in Mannheim-Seckenheim). Diese Wiese grenzt auf beiden Seiten an das Besitztum des Hl. ~N(azarius). Mit gegenwärtigem Tage schenke, übergebe und übertrage ich sie in der Weise, daß sie von heute an jener heiligen Stätte oder ihren Sachwaltern jederzeit zu erhöhtem Nutzen gereiche. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Leidrad, der diese Schenkung gemacht und gebeten hat) daß sie schriftlich festgelegt werde. Handzeichen der (Zeugen) Egisbert, Gerold und Tanzo. Samuel war der Schreiber.


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