Urkunde 584 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 584 (1. September 799 — Reg. 2675) Schenkung des Folcleich in demselben Dorf unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Rihbodo In Gottes Namen mache ich, Folcleih, zum Heile der Seelen meines Vaters und meines Bruders Nandulf eine milde Stiftung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, der in dem am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Oberrlieingauer Kloster Lorsch ruht, be-zieliungsweise an jene fromme Mönchsgemeinschaft, welche dortselbst unter dem ehrwürdigen Abt Rihbodo dem Gottesdienst obliegt. Es ist mein Wille, daß meine Schenkung ewigen Bestand habe. Ich übergebe in Manninheim (Mannheim) eine halbe Hofreite mit zwölf Joch Ackerland und alles das, was in jener Gemarkung zu meinem Anteil gehört, nämlich Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, stehende und fließende Gewässer. Auch ich, Guiitlint, übergebe und übertrage zu meinem Seelenheile in jener Gemarkung ein Weingut und einen Knecht namens Theot-lach aus meinem in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. N(azarius). Im Namen Gottes möge er, gestützt durch Vertrag, alles auf ewig besitzen. Geschehen im Kloster Lorsch am l. September des oben genannten Jahres (799). Handzeichen des Stifters Folcleich. Handzeichen der (Zeugen) Guntlind, Heilrad, Waltger, Altwin, Heribald, Adalhelm und Lütdold, Teotmar. Reginbert hat (diese Urkunde) geschrieben,


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de