URKUNDE 544 (11. Juli in der Zeit zwischen 779 und 783 — Reg. 1892) Schenkung des Sigewin im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Helmerich (778—784) In Christi Namen mache ich, der Mönch Sigewin, am II. Juli im 18. (?) Regierungsjahr (786) unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl, zum Heile meiner Seele und um der Vergeltung in der Ewigkeit willen, durch diese Schenkungsurkunde eine Vergabung. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem an der Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht. Sie gelte in gleicher Weise jener frommen Mönchsgemeinschaft, welche ebendort ihren Dienst verrichtet und zur Zeit unter der Leitung des ehrwürdigen Helmerich, ihres Abtes, steht. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten dargebiacht sei, und ich erkläre ausdrücklich, daß sie aus vollkommen freien Stücken erfolgt. Zur Übergabe gelangt mein Eigentum in pago lobodunensi (im Ladengau) und zwar in Thornheim (Dornheim, Wüstung so. Mannheim), nämlich das ganze Erbgut von meinem Vater Agilwin, insgesamt 18 Joch Ackerland, eine Hofreite mit allem darauf errichteten Bauwerk, das Grundstück meines Baumgartens und überhaupt alles und jedes, was mir gehört, nämlich Felder, Wiesen, Weiden, Wege, stehende und fließende Gewässer. Ferner schenke ich in Dossenheim (n. HeidelberglNeckar) einen V:ertelweinberg und ein dazugehöriges Rodland und in Walahastat (Mannheim-Wallstadt) 13 Joch Ackerland. Zum Seelenheile meiner Mutter Berthtrada übergebe ich in ähnlicher Weise in Dornheim eine halbe Hube und eine halbe Hofreite mit den Wiesen, Weiden und allem, wa:> dazugehört. Dies alles übergebe und übertrage ich im Namen Gottes aus meinem Besitz- in das Eigentums- und Herrenrecht des heiligen 'N(azarius), damit er es auf ewig besitze. Wenn aber künftig jemand, was ich allerdings durchaus nicht glaube — und das übrige (alles wie oben) — bis: Der Vertrag ist damit geschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Schenkgebers Sigwin. Handzeichen der (Zeugeil) Ruotpert (7//„ Gaugraf), Ruotpert (IV., Gaugraf), Dudo, Engilhelm Guntram (7./7., Gaugraf), und Egilbert, Wanig. Der Schreiber: Samuel 195
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