URKUNDE 541 (1. August 783 — Reg. 1835) Schenkung der Cristina im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Helmerich Im 15. Regierungsjahre unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl, mache ich, Christina, zum Seelenheile der Bertrud, der Minsuind und des Waltger eine fromme Spende. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazaris, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß diese Vergabung von ewiger Dauer sei. Ich schenke alles das, was ich in Dornheim (Wüstung so. Mannheim) bisher besessen habe und was mir mein Ehemann als Morgengabe geschenkt hat, nämlich Hofreiten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Teiche und Bäche. Mit gegenwärtigem Tage übergebe und übertrage ich dies alles im Namen Gottes aus meinem Besitz- in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius als ewiges Eigentum. Wenn aber künftig jemand, was ich durchaus nicht glaube — und alles übrige (wie üblich) — bis: sondern diese Schenkung soll fest und beständig verbleiben. Sie ist damit rechtskräftig geworden. Geschehen im Kloster Lorsch am l. August (783). Handzeichen der Christina, welche ersucht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen von Hugbert und Walmar. Dona-deus war der Schreiber.
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de