Urkunde 529 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 529 (13. September 804 — Reg. 2811) Schenkung des Gozbert im selben Dorf unter König Karl und Abt Richbod Wenn wir etwas von unserem Vermögen den Statten der Heiligen zuwenden oder für die Unterstützung der Armen bestimmen, so wird uns das ohne Zweifel vom Herrn in der ewigen Seligkeit wiedervergolten werden, wie wir zuversichtlich vertrauen. Daher mache ich, Gozbert, zum Heile meiner Seele und zum Seelenheile meines Bruders Hilt-diger dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius eine Stiftung. Der Leib dieses Heiligen ruht im Kloster Lorsch, welches, im Oberrheingau gelegen, vom verehrungswürdigen Abt Richbod geleitet wird. Meine für ewige Zeiten bestimmte Vergabung, nämlich eine Wiese in Vitenheim (Mannheim-Feudenheim), soll vom heutigen Tage an und für später jener heiligen Stätte Jederzeit zum Nutzen gereichen. Urkund dessen die untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 13. September (804) im 36. Regierungsjahre des Königs Karl, unseres Herrn. Handzeichen des Gozbert, welcher diese Schenkung gemacht und deren urkundliche Sicherung angeregt hat. Handzeichen von Ratold, Theotfrid und Leidrad, Berther. Ich, Reginbert, war der Schreiber.


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