URKUNDE 526 (23. Februar 791 — Reg. 2293) Schenkung des Ermenold unter König Karl und Abt Richbod In Gottes Namen machen wir, Ermenolt und meine Gemahlin Frichunt, eine fromme Stiftung. Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in Jenem Kloster ruht, welches Lorsch genannt wird und im Oberrheingau gelegen ist, und dem bekanntlich der ehrwürdige Herr Richbod als Abt vorsteht. Unsere Spende, von der wir wünschen, daß sie von ewiger Dauer sei, erstreckt sich auf alles, was ich, Ermenold, ihm 185 unter dem Rechtstitel einer Schenkung übergeben habe, nämlich auf 25 Joch Ackerland, auf Wiesland, von dem drei Fuder Heu gewonnen werden können, und auf vier Leibeigene. Ihre Namen sind: Biliswinda, Wolfsvinda und Altman, Badanolf. All das übergebe, übertrage und übereigne ich im Namen Gottes und laut untenstehender Fertigung mit Rechtswirkung vom heutigen Tage als ewiges Besitztum. Geschehen im Kloster Lorsch, am 23. Februar im 23. Regierungsjahre des ruhmreichen Königs Karl, unseres Herrn. Handzeichen von Ermenold und Frichundis, welche diese Schenkung, deren Erstellung und Bestätigung veranlaßt haben. — Ich, Rudolf, war der Schreiber.
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