Urkunde 513 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 513 (13. März 824/5 — Reg. 3189) Schenkung des Engilhard unter Kaiser Ludwig und Abt Adalung Im II. (12.?) Regierungsjahr unseres Herrn Lvdwig, des ruhmreichen Kaisers, richten wir, Engilhart und Burchart, im Namen Gottes gemeinsam eine Stiftung zum Seelenheile des Berthdad aus. Wir schenken das, was er uns selbst von seinem Eigentum als rechtmäßiger Besitzer übergeben hat, dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Adalung als Abt vorsteht. Es ist unser Wille, daß die Vergabung für ewige Zeiten gelten soll. Sie besteht in einer Hofreite und in acht Morgen Wiesland mit einem Ertrage von fünf Fuder Heu, gelegen in Walahastat (Mannheim-Wallstadt), in zwei Morgen Land in Cilolfesheim (Wüstung Zeilsheim nw. Ladenburg ö. Mannheim) und in einem Weinberg in Dossenheim (a. d. Bergstr. n. Heidelberg). Wir schenken, übergeben und übertragen 179 dies alles vom gegenwärtigen Tage an und im Namen Gottes, gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft, zu ewigem Eigentum, Geschehen im Kloster Lorsch am 13. März (824 oder 825). Handzeichen von Engilhard und Burchard, welche gebeten haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Engi^bert, Berolf Wiehert, und Beinung, Meginhard. Ich, Altwin, habe das geschrieben.


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