URKUNDE 474 (10. Juli 807 — Reg. 2964) Schenkung des Ruggar in demselben Dorf unter König Karl und Abt Adalung In Gottes Namen übereignen wir, Rugger und meine Frau Freitdrut, um unseres Seelenheiles und um der ewigen Vergeltung willen etwas an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dessen Leiter der ehrwürdige Herr und Abt Adalung ist. Es ist mein Wille, daß unsere Vergabung für ewige Zeiten beständig verbleibe. Wir schenken in Ulvinisheim (llvesheim a. N. ö. Mannheim) eine halbe Hofreite und die dazugehörigen sechs Joch Ackerland mit Wiesen, ferner in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weinberg und die leibeigenen Leute Dello, Deila, Rihbert, Erlold und Reginbald, Waltfrid, zugleich mit ihrem Vieh. Wir übergeben und übertragen dies alles insgesamt vom gegenwärtigen Tage an und im Namen Gottes, gestützt auf Handgelöbnis, auf ewig zu eigen. Geschehen im Kloster Lorsch, am 10. Juli (807) im 39. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichen Kaisers Karl. Handzeichen von Rugger und Freitdrud, welche gebeten haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen von Suarzolah, Burchard, Helmbald, Wolfher, Willo, Theotfrid, David, Leidolf, Ratfrid und Heimo, Ekkihard, Heribert. Ich, Altwin, war der Schreiber.
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