URKUNDE 427 (29. Juni 812 — Reg. 3010) Schenkung der Ruotdrad in Sadisenheim im 44. Jahr unseres Herrn Karl, unter Abt Adalung Ich, Ruotdrad, eine ältere Frau, mache zu meinem und der gottgeweihten Berethgard Seelenheil im Namen Gottes eine fromme Stiftung. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Adalung als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß diese Vergabung für alle Ewigkeit fortbestehen soll. Ich schenke in pago ].obod(onensi = im Ladengau), und zwar im Dorf Sahsenheim (Sachsenheim; Groß-, Hohen-, Lützelsachsen s. Weinheim) ein Weingut mit einem Jahresertrage von 40 Eimern als immerwährendes Eigentum, Von diesem Tage "' Die Brüder Hochbert und Otbert sind Söhne der Hiltrad; Otbert ist vermählt mit Adalfrid, der Tochter des Theodakar; ihr Sohn ist Humbert (Urk. Nrn. 425, 426). an und späterhin soll es jener heiligen Stätte zu Nutz und Frommen dienen. Urkund dessen nachstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 29. Juni (812). Handzeichen der Schenkgeberin Rutdrad. Handzeichen der (Zeugen) Ruotdrad, Suberenzo, Witdegowo, Sigewin, Theotbert, Ruoding, Wither, Berolf, Osrich, Beinung und Folcrad, Other. Ich, Altwin, habe das geschrieben.
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